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Dieses Verfahren dient zur Ermittlung
der Neigung einer Aluminiumschmelze während
der Erstarrung Poren zu bilden.
Dazu lässt man eine Schmelzmenge
von etwa 80 g in einem geschlichteten
Eisentiegel in einer Vakuumkammer bei
einem Unterdruck von 80 mbar erstarren
(oberes Bild)
Parallel erstarrt eine weitere Probe im
Eisentiegel bei atmosphärischem Druck.
Von beiden Proben wird die Dichte nach
dem archimedischen Prinzip bestimmt. Anschließend
werden diese beiden Dichten miteinander
ins Verhältnis gesetzt und der sog.
Dichteindex auf einer elektronischen Waage
nach folgender Gleichung ermittelt (unteres
Bild)
Di [%] = ( DA - D80mbar) / DA x 100
Di = Dichteindex
DA = Dichte der unter atmosphärischem
Druck erstarrten Probe
D80 = Dichte der unter 80 mbar
erstarrten Probe
Der Dichteindex lässt einen gewissen
Rückschluss auf den Wasserstoffgehalt
einer Schmelze zu. So hat im allgemeinen
eine unter atmosphärischem Druck
erstarrte Probe ein wesentlich dichteres
Gussgefüge und somit eine höhere
Dichte. Dagegen besitzt die unter 80 mbar
erstarrte Probe bei hohem Wasserstoffgehalt
ein aufgelockertes poriges Gefüge
und eine geringere Dichte.
Die Dichten können in kurzer Zeit
ermittelt werden, sind reproduzierbar
und machen eine gute Aussage über
die Qualität einer Schmelze.
Der Dichteindex der gemessenen Schmelze
wird festgehalten und mit der jeweiligen
Auftragsnummer, der Aluminiumlegierung
sowie der Chargennummer dokumentiert.
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Literatur:
Aluminium Gusslegierungen VAW-IMCO, Jahrgang
2001
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